Stahlmarkt-Brief Nr. 4-2019: Märkte im Abwärtstrend

08.10.2019
Die Entwicklung am Stahlmarkt und an den vorgelagerten Rohstoffmärkten ist mit einem Wort zu beschreiben: Abwärtstrend!

Sowohl bei Flach- als auch bei Langprodukten sind die Spotmarktpreise weiter gefallen. Zwischenzeitlich angekündigte Preiserhöhungen haben daran nichts geändert. Einzige Ausnahme war der Rostfrei-Markt. Dort waren explodierende Nickelnotierungen, die mit einem von Indonesien angekündigten Exportverbot für Nickelerze zusammenhängen, das beherrschende Thema.

Die Stahlnachfrage blieb in den Sommermonaten schwächer als im Vorjahr. Angekündigte Produktionskürzungen blieben bisher ohne größere Wirkung auf die Marktbalance. Die EU-Drittlandeinfuhren zeigen infolge der „Schutzmaßnahmen“, die mit Wirkung ab Oktober angepasst wurden, einen schwankenden Verlauf. Das Risiko eines Importzolls bleibt in bestimmten Konstellationen hoch.

Bei den Rohstoffen kam es zu teilweise kräftigen Preiskorrekturen. Die internationalen Preise für Kokskohle und Schrott sind auf einem Drei-Jahres-Tief angelangt. Dies hat mit dazu beigetragen, dass die Weltmarktpreise für Walzstahl und Halbzeuge in praktisch allen Regionen der Welt unter verstärkten Druck geraten sind. Während Anbieter aus China sich beim Export weiter eher zurückhalten, haben Hersteller aus anderen Ländern ihre Weltmarktpräsenz deutlich erhöht.

Für eine Wende spricht derzeit nur wenig, obwohl bei einigen Preiseinflüssen immer mit Überraschungen gerechnet werden muss. Kurzfristig dürfte es zu weiteren Preisrückgängen kommen, wobei es Unterschiede zwischen den einzelnen Marktsegmenten gibt.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 4/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am 7. Oktober 2019 erschienen ist. Der Stahlmarkt-Brief gibt kompakt auf 12 Seiten und untermalt mit zahlreichen Grafiken einen Überblick über die wichtigsten Einflüsse auf die Stahlpreise. Lage und Aussichten am Stahlmarkt werden aus Perspektive des Einkaufs analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

Schwache Nachfrage weiter dominierend -Stahlmarkt-Brief Nr. 3/2019

08.07.2019
In praktisch allen Segmenten des deutschen Stahlmarktes sind die Spotmarktpreise im zweiten Quartal 2019 gesunken. Vielfach angestrebte Erhöhungen konnten kaum umgesetzt werden. Wichtigster Grund für die Preisrückgänge war die Nachfrage, die auch im üblicherweise starken Frühjahrsquartal schwach blieb. Im Zentrum der Flaute steht weiter die Autoindustrie. Die Stahlerzeugung ist bisher vergleichsweise wenig gefallen, für die kommenden Monate ist aber eine Ausweitung der Produktionsrücknahmen angekündigt. Die EU- „Schutzmaßnahmen“ wirkten sich je nach Erzeugnis unterschiedlich aus.

Die Eisenerzpreise haben nach einem weiteren kräftigen Anstieg mittlerweile ein 5-Jahres-Hoch erreicht. Etwas schwächer zeigten sich dagegen die Preise für Kokskohle und Schrott. Der Abstand der Flachstahlpreise zu den Rohstoffkosten ist auf das niedrigste Niveau seit Ende 2016 gestürzt. Eine in vielen Regionen schwache Nachfrage hat am Weltmarkt zu mehr oder weniger starken Preisrückgängen geführt. Die US-Preise brachen regelrecht ein und haben ihr Premium zum Rest der Welt weitgehend verloren. Die US-Importzölle auf Stahleinfuhren wurden in Teilen gelockert.

Ausblick: Über den Sommer sind keine größeren Preisbewegungen zu erwarten. Bei einigen Erzeugnissen könnten die Preise noch etwas sinken. Die derzeitige Konstellation am Stahlmarkt ist in mehreren Punkten ungewöhnlich und mahnt für den späteren Jahresverlauf zur Aufmerksamkeit.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 3/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am 8. Juli 2019 erschienen ist. Der Stahlmarkt-Brief gibt kompakt auf 12 Seiten und untermalt mit zahlreichen Grafiken einen Überblick über die wichtigsten Einflüsse auf die Stahlpreise. Lage und Aussichten am Stahlmarkt werden aus Perspektive des Einkaufs analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern.

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Schwache Nachfrage, Unsicherheit auf Rohstoffseite -Stahlmarkt-Brief Nr. 2/2019

02.04.2019
Am deutschen Stahlmarkt blieb die Nachfrage im ersten Quartal 2019 klar hinter dem Vorjahr zurück. Wichtigster Grund dafür sind anhaltend niedrigere Bedarfe der Autoindustrie. Auch die Stahlerzeugung fiel niedriger aus. Die im Februar in Kraft getretenen, endgültigen „EU-Schutzmaßnahmen“ beeinträchtigen die allgemeine Versorgung bisher nicht. Am EU-Markt blieb der mengenmäßige Importdruck hoch.

Entsprechend sind die Spotmarktpreise für Flachprodukte zunächst weiter gesunken. Werksseitige Versuche, die Preise anzuheben, blieben ohne Erfolg. Bei den meisten Langprodukten fiel der Preisrückgang im Quartalsvergleich schwächer aus. Bei Rostfrei-Flacherzeugnissen zeigte sich dagegen ein zögerlicher Aufwärtstrend.

Der Abstand der Flachstahlpreise zu den Rohstoffkosten ist weltweit deutlich kleiner geworden. Der Dammbruch in einer brasilianischen Mine des Vale-Konzerns führte zu höheren Preisen für Eisenerz und stellt aus Sicht des Stahleinkaufs das größte Risiko für den weiteren Jahresverlauf dar.

Am Weltmarkt hat sich der Preissturz des 4. Quartals nicht fortgesetzt. In China und auf einigen anderen Märkten kam es zu einer leichten Gegenbewegung, deren Fundament aber nicht sicher scheint. Die globale Nachfragedynamik hat sich abgeschwächt. Dies überlagert derzeit andere Einflüsse.

Während am deutschen Markt eine Frühjahrsbelebung fraglich scheint, ist eine Belebung im späteren Jahresverlauf möglich, aber keineswegs sicher.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 2/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am 2. April 2019 erschienen ist. Auf 13 Seiten, untermalt mit zahlreichen Grafiken, wird aus Perspektive des Einkaufs die Lage am Stahlmarkt analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend.

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Stahlpreise zum Jahresende niedriger - Stahlmarkt-Brief Nr. 1/2019

11.01.2019

Die Spotmarktpreise für Bleche standen im Schlussquartal des Jahres 2018 unter Druck und haben insgesamt spürbar nachgegeben. Auch bei Rostfrei-Erzeugnissen war die Preisentwicklung negativ. Die Preise für Langprodukte zeigten sich stabiler, wobei es dennoch bei einigen Erzeugnissen zu kleineren Rückgängen kam.
Bei den Auftragseingängen der deutschen Stahlwerke waren im 2. Halbjahr deutliche Bremsspuren zu beobachten. Maßgeblich dazu beigetragen haben niedrigere Bedarfe der Automobilindustrie. Auch überdurchschnittlich hohe Bestände des Handels haben die Neubestellungen belastet. Die von der EU festgelegten zollfreien Importkontingente waren am Jahresende bei einigen Langer-zeugnissen ausgeschöpft. Bei der anstehenden endgültigen „Schutzmaßnahmen“-Entscheidung ist ein kompliziertes Maßnahmenpaket zu erwarten, dessen Wirkung schwer abzuschätzen ist.
Die Weltmarktpreise für Stahl sind verbreitet und deutlich gefallen. Ein Grund dafür war die Schwäche des chinesischen Marktes, in dem verschiedene Negativfaktoren zusammentrafen. Weiterhin macht sich die Krise am türkischen Stahlmarkt bemerkbar. Der internationale Wettbewerb blieb intensiv. In den USA hat sich der Preisrückgang fortgesetzt. Der durch die dortigen Importportzölle ausgelöste Preiseffekt ist weitgehend verpufft.
Bei einer wieder etwas größeren Schwankungsbreite sind die Eisenerzpreise moderat gestiegen. Dies gilt ebenso für die Kokskohlepreise, die aber aktuell deutlich nachgeben. Im Quartalsvergleich sind die Rohstoffkosten der Hochofenroute gestiegen. Am internationalen Schrottmarkt zeigt sich seit November eine deutliche Preiskorrektur, die in Deutschland noch kaum angekommen ist.

Dies sind die Schwerpunkt-Themen der Ausgabe Nr. 1/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am11. Januar 2019 erschienen ist. Ebenfalls enthalten: ein Ausblick auf die voraussichtliche Preisentwicklung in den einzelnen Marktsegmenten im 1. Quartal 2019. Auf 13 Seiten werden, untermalt mit zahlreichen Grafiken, die Lage und die Aussichten am Stahlmarkt analysiert. Nutzen Sie den fundierten und unabhängigen Blick auf das Stahlmarktgeschehen für Ihre Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten! Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend.

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Aufwärtskräfte stoßen auf Widerstand - Stahlmarkt-Brief Nr. 4/2018

09.10.2018
Am deutschen Spotmarkt hat der im Sommer bei den Stahlpreisen spürbare Aufwärtstrend im September an Kraft verloren. In den einzelnen Marktsegmenten gab es unterschiedliche Entwicklungen, die oft von der Importseite ausgehen.

Die von der EU im Juli verhängten vorläufigen „Schutzmaßnahmen“ gegen Stahleinfuhren aus Drittländern wirken je nach Erzeugnis unterschiedlich. Bei der Inanspruchnahme der festgelegten zollfreien Kontingente zeigen sich große Unterschiede. Die Stahlnachfrage zeigte sich zunächst robust, blieb aber zuletzt offenbar hinter vielen Erwartungen zurück. Die Lagerbestände des Handels sind spürbar angestiegen.

Auf der Rohstoffseite zeigten die internationalen Schrottpreise im dritten Quartal einen schwankenden Verlauf bei leicht fallender Gesamttendenz. Dagegen notierten die Preise für Eisenerz etwas fester. Die Preisunterschiede für verschiedene Erz-Qualitäten haben sich in diesem Jahr vergrößert. Bei Kokskohle kam es zuletzt zu einem deutlichen Preisanstieg und die Stimmung ist angespannt.

In den USA sind die Stahlpreise gefallen, liegen aber nach wie vor erheblich über dem Rest der Welt. Am Weltmarkt hat der Wettbewerb spürbar zugenommen. Wichtig sind dabei Einflüsse vom türkischen Markt. In China stehen die Auswirkungen der im Winter anstehenden Produktionseinschränkungen im Fokus

Gesteigerter Importwettbewerb und die Nachfragesituation stehen derzeit höheren Stahlpreisen entgegen. Es gibt aber mehrere „wild cards“ mit hohem Überraschungspotenzial, die die Preisentwicklung im vierten Quartal beeinflussen könnten.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 4/2018 des Stahlmarkt-Briefes, die am 9. Oktober 2018 erschienen ist. Auf 13 Seiten werden, untermalt mit zahlreichen Grafiken, die Lage und die Aussichten am Stahlmarkt analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

Stahlmarkt Consult Andreas Schneider | Schleiermacherstr. 7 | 51377 Leverkusen Tel.: 0214 / 3122 8164 | E-Mail: info@stahlmarkt-consult.de

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